Geschäftsmodell

Per Definition ist ein Geschäftsmodell (engl. Business Model), eine modellhafte Repräsentation der logischen Zusammenhänge dessen, wie eine Organisation Mehrwert für Kunden erzeugt und sich einen Ertrag sichern kann.
Ziel dieses Geschäftsmodell Moduls ist, dass ihr wisst, was ein Geschäftsmodell ausmacht, wie ihr selbst Geschäftsmodelle für eure Idee entwickeln könnt und welche Schritte entscheidend sind, um sie umzusetzen.

Lektion 1: Der Kundennutzen

Ein Unternehmen ist kein Selbstzweck. Im Zentrum der Überlegungen rund um das Geschäftsmodell steht deshalb der Kundennutzen. Ein Unternehmen tritt gegenüber seinen Kunden mit einem Wertversprechen auf – auch Unique Selling Proposition (USP) genannt. Voraussetzung für seine Entwicklung ist ein Problem des Kunden, durch dessen Lösung das Unternehmen ihm einen Mehrwert stiftet.
Eine Möglichkeit Kundenprobleme zu identifizieren ist die „Jobs to be done“-Methode von Dr. Clayton Christensen, Professor an der Harvard Universität. In den folgenden Videos erklärt er das Prinzip anhand der Jobs, die Autos und Milchshakes für ihre Besitzer erledigen können.

Lektion 2: Die Markterschließung

Hat ein Unternehmen eine Lösung für ein Kundenproblem entwickelt, die es verkaufen möchte, tritt es als Anbieter in den Markt ein. Auf dem Markt treffen sich alle Anbieter von Lösungen für das Problem mit den Kunden, die das Problem haben. Die Ansprache der Kunden sollte darauf abgestimmt sein, wie weit der Markt bereits entwickelt ist. Ist der Markt neu und die Kunden sind sich ihres Problems noch gar nicht bewusst? Oder gibt es bereits viele Lösungen, mit denen man in Konkurrenz steht?

Bei der Frage auf welche Kunden man sich beim Eintritt in dem Markt fokussieren sollte, kann die „Diffusion of Innovation“ Kurve (Diffusionstheorie) von Everett M. Rogers helfen. Im Video erfährst du, welche Kundengruppen du überzeugen musst, wenn du dich auf einem Markt etablieren möchtest.

Das optionale Video veranschaulicht eindrucksvoll, wie kritisch es bei neuartigen Lösungen ist die ersten Kunden zu überzeugen, wenn man die breite Masse für sich gewinnen möchte.

Lektion 3: Elemente des Geschäftsmodells

Der Business Model Canvas von Dr. Alexander Osterwalder der Uni St. Gallen ist ein praktisches und inzwischen weit verbreitetes Tool zur Entwicklung von Geschäftsmodellen. Es stellt die Bereiche eines jeden Unternehmens dar, die gestaltet werden können, um Wert zu schaffen und bereitzustellen. Der Canvas kann genutzt werden, um die logischen Zusammenhänge innerhalb eines Geschäftsmodells zu beschreiben, zu gestalten und zu hinterfragen.
In den optionalen Videos findest du Beispiele bekannter Unternehmen, und durch die Gestaltung welcher Elemente ihrer Geschäftsmodelle, sie erfolgreich wurden.

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[1] Gabler Wirtschaftslexikon, abgerufen am 11.04.2020 von https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geschaeftsmodell-52275

[1] Buchempfehlung: Christensen, C., Hall, T., Dillon, K., & Duncan, D. (2016). Competing against luck. New York: HarperBusiness.

[1] Buchempfehlung: Osterwalder, A., & Pigneur, Y. (2013). Business model generation. Hoboken, N.J.: Wiley.