G-Lab Start-up: Ventecon Network Mining

Marvin – Co-Founder von Ventecon – für alle, die dich nicht kennen. Wer bist du und was machst du? 

 

 

Hi zusammen! Mein Name ist Marvin Wiest, ich bin 26 Jahre jung und komme ursprünglich aus der schwäbischen AlbSeit nun knapp zwei Jahren wohne ich in Karlsruhe, wo ich 2019 mit meinen Partnern das Tech-Startup Ventecon ins Leben gerufen habe. Neben meinem Startup und dem Technologie-EntrepreneurshipStudium an der HsKA forsche ich am KIT in den Bereichen Entrepreneurship, Technologie-Management und Innovation. Wenn ich mich mit anderen Dingen befassedann findet man mich in der Regel bei den Stadtpiraten Karlsruhe und unter den Engineers Without Borders. 

 

Was genau macht Ventecon? Welchen Mehrwert liefert ihr euren Kunden? 

 

Ventecon ist der führende Anbieter für Network Mining Software zur Identifikation von gewinnbringenden Business Cases in dynamisch-komplexen Märkten. Die intelligente Technologie ermöglicht es, Business Developern und Analysten sowie Strategieberatern, die Ausrichtung eines Unternehmens innerhalb eines Geschäftsfeldeunter ganzheitlicher Berücksichtigung von Wert-, Informations- und Wissenstransfer zu optimieren. Möchte ein Unternehmen beispielsweise im Geschäftsfeld E-MobilityLadeinfrastruktur Fuß fassen, so können je nach Fragestellung bis zu 60 Marktrollen und mehr als doppelt so viele Beziehungen zwischen diesen vorliegen. Sich in einem solchen Geschäftsfeld optimal zu positionieren, ist aufgrund der schier unendlichen Vielzahl an Möglichkeiten für das menschliche Gehirn allein nicht lösbar.  

Das Team um Ventecon (Foto: CyberLab)

Was macht Ventecon Network Mining so besonders? 

 

Anstatt Komplexität zu reduzieren, soll sie genutzt werden. Aus diesem Grund bewegt sich Ventecon weit weg von konventionellen, linearen Ansätzen und möchte neue Wege aufzeigen. Die Komplexitätswissenschaften liefern im Zeitalter der Netzwerke weitaus substanziellere Hinweise als nur die Wirtschaftswissenschaften allein. Die wissenschaftlichen Grundlagen für Ventecons Lösung Network Mining sind daher unter anderem die System- und Netzwerktheorie, die Bionik sowie die Kybernetik.  

 

Von der Idee bis zum Start: Was waren die bis jetzt größten Herausforderungen für dich? 

 

Alles, was wir zu wissen glauben, ist lediglich ein Modell. Deshalb müssen wir unsere Modelle in die Welt tragen, sodass sie gesehen, herausgefordert und erweitert werden können. Genau hier lagen meiner Meinung nach die größten Herausforderungen. Zum einen braucht es den Mut, das Modell mit all seinen Kanten und Ecken nach außen zu präsentieren, zum anderen braucht es die Bereitschaft, das eigene Modell anzupassen. Gründen ist die eine Sache, aber ein Unternehmen auch langfristig zu führen? Darin besteht die wahre Kunst. 

 

Was sind eure Pläne, wo soll die Reise hingehen? 

 

Aktuell sitzen wir im CyberLab, dem IT-Accelerator des Landes Baden-Württemberg, sowie in der Technologiefabrik, dem Tech-Inkubator Karlsruhe. Auch waren wir Teil von upCAT, dem Accelerator des Karlsruher Instituts für Technologie, sowie der Gründermotor Meisterklasse #2 in Stuttgart. Wo soll die Reise hingehen? Immer weiter raus in die Welt. Wir heißen neue Stationen und Partner stets willkommen. Jede weitere gewonnene Perspektive hat das Potential, Ventecon Network Mining zu stärken. Value Creation keeps us moving!” 

 

Welche drei Tipps würdest du angehenden Gründern mit auf den Weg geben?  

 

Achtet darauf, die richtigen Dinge zu tun. Oftmals liegt der Fokus darauf, Dinge richtig zu tun; seltener wird jedoch hinterfragt, ob es sich dabei überhaupt um die richtigen Dinge handelt.  


Committet euch auf einen Marathon mit Sprint-Einheiten. Macht euch bewusst, dass die Startup-Reise nicht nur Ausdauer, sondern auch Schnelligkeit erfordert.  


Validiert richtig. Sucht im Rahmen der Validierung nicht nur nach Informationen, die euch bestätigen, sondern auch nach Informationen, die euch widerlegen. 

 

Bericht: Marvin Wiest