Lumitrast - Wie startet man eigentlich ein Hardware StartUp?

Genau diese Frage haben sich mein Mitgründer und ich vor gut 3 Monaten auch gestellt, als wir die Idee für unser Start Up Lumitrast bekommen haben. Und als Mechatronik-Studenten im 6. Semester war sie gar nicht so leicht zu beantworten. Denn bisher ging es nur darum, wie Dinge theoretisch funktionieren und nicht wie man sie tatsächlich baut.

Lumi- was?

Aber zuerst einmal kurz zu uns. Wir haben die Katze rechts entwickelt. Okay nicht die Katze, sondern das Produkt, mit dem sie präsentiert wird. In Form von personalisierten Leuchtbildern, die 3D-Druck, Technik und Ästhetik vereinen, wollen wir jedem die Möglichkeit bieten seine schönsten Erinnerungen auf moderne und individuelle Weise festzuhalten. Auf unserer Website wird das eigene Foto hochgeladen, anschließend 3D-gedruckt und mit dem eigens entwickelten Rahmen vereint. Dieser schaltet bei Berührung die Hintergrundbeleuchtung ein und macht das Motiv sichtbar.

Produktfoto Lumitrast
Abbildung 1: Das 3D gedruckte Lumitrast Leuchtbild ©Sina Hotz

Was bisher geschah…

Aber was ihr hier seht, sah keinesfalls schon immer so aus. Angefangen hat es mit einer kleineren und klobigen Version, die vollständig 3D-gedruckt war.
Wir haben die CAD-Dateien erstellt und sie 3D-gedruckt. Außerdem eine Touch-Schaltung gekauft, sie ein wenig umgemodelt und ein Lichtpanel aus LED-Streifen gebaut. Das Ganze hat uns überschaubar viel Zeit und vielleicht 10€ gekostet. Mit diesem ersten Prototypen sind wir zu Freunden und Bekannten und letztendlich auf den Weihnachtsmarkt gegangen, um Feedback einzuholen. Feedback ist am Anfang das Wasser und Brot eines jeden Start Ups. Denn was bringt dir ein noch so großartiges Produkt, wenn es keinem gefällt oder noch schlimmer – es niemand braucht? Ganz so schlimm war es bei uns zum Glück nicht, aber eins war nach mehr als 50 Interviews klar: Die Idee ist klasse, aber das Ding muss schnittiger aussehen.

Damit ging es auf die Suche nach einem deutschen Hersteller für Fotorahmen, der uns eine elegantere Version herstellen kann und jeweils einem chinesischen Hersteller von Lichtpanels und Schaltungen (da diese in Deutschland das Achtfache kosten). Nach langer Recherche wurden wir fündig und konnten für alle Komponenten erste Muster bestellen. Daraus haben wir ein erstes Modell gebaut, welches so auch verkauft werden kann. Damit ging es in die zweite Runde Interviews, und diesmal war das Feedback durchweg positiv.

Kaufen?

Jetzt gilt es nur noch zu beweisen, ob das ganze Feedback nicht nur nett gemeint war, sondern ob es auch tatsächlich Menschen gibt, die ihren Geldbeutel zücken und uns eins abkaufen wollen. Denn der Unterschied zwischen „sieht toll aus“ und „hier hast du 80€ dafür“ ist enorm.

Hierfür haben wir einen Online-Shop auf lumitrast.de eingerichtet und planen gerade Kampagnen mit passenden Influencern auf Instagram, die unser Produkt promoten möchten. Dadurch werden wir erfahren, wie viel Prozent einer potenziellen Zielgruppe tatsächlich unser Produkt kaufen wird. Wir sind gespannt.

Lumitrast Team
Abbildung 2: Das Team um Lumitrast ©Uli Hochreither

Fazit

Zusammenfassend kann ich nur jedem empfehlen, der ein Hardware-Start Up gründen möchte, zuerst seine Idee mit den nur einfachsten Mitteln herzustellen. Damit zu potenziellen Kunden rennen und so viel Feedback einholen, wie möglich. Dieses Feedback anschließend umsetzen und die Schleife erneut durchlaufen. Wenn man sich dann sicher genug fühlt und eine skalierbare Version in den Händen hält, muss man Leute finden, die einem das Teil auch wirklich abkaufen. Wenn man genug findet, durch jegliche Form von Werbung, ist man auf einem guten Weg

Falls ich jemandem mit diesem Beitrag helfen konnte, aber noch Fragen offen geblieben sind, erreicht ihr mich unter lukas@lumitrast.de.

Und falls euch unsere Idee gefällt, halten wir euch gerne über Instagram auf dem Laufenden.

 Bericht: Lukas Reimold