Discover|e - Startschuss! Wie startet man eine Unternehmung?

Du möchtest ein Start-up gründen? Vielleicht stellt sich auch dir die Frage, was es dabei alles zu beachten gibt.
Diese Frage haben wir uns von Discover|e  anfangs auch gestellt und möchten unsere Erfahrungen mit dir teilen. Discover|e – das sind Kai und Jonas, Studenten an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft im Master Technologie-Entrepreneurship sowie Kathi, Studentin an der Universität Tübingen. Seit Oktober 2019 arbeiten wir gemeinsam an unserer Vision, Privatpersonen das Laden von Elektroautos an privaten Ladestationen zu ermöglichen. Wir möchten dir an dieser Stelle unsere 5 größten Learnings aus unserer Anfangsphase mitgeben:  

 

1. Du hast eine Idee? – Bilde dein Team!
Vielleicht ist dir beim Frühstück DIE Idee gekommen, in welche Richtung dein Start-up gehen soll. Wir empfehlen dir: erzähle deinen Mitmenschen von deiner Idee und suche dir Mitstreiter. Im Team wirst du deutlich schneller vorwärtskommen als allein. Jede/r Co-FounderIn bringt andere Interessen und Kompetenzen mit – im Team könnt ihr euch gegenseitig ergänzen
Bei uns übernimmt deshalb Jonas als Elektrotechniker die technische Entwicklung unseres Produktes. Kai hat durch seine Gründungserfahrung bereits KnowHow im Bereich Plattformentwicklung und Marketing, welche er bei Discover|e mit einbringt. Kathi vollendet das Team durch ihr Organisationstalent sowie ihre Erfahrung im Bereich Vernetzung & Kooperation.

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Das Gründerteam von DiscoverE (Bild: Katharina Schumacher)

2. Tauscht euch über eure Ziele und Motivatoren aus!
Von vielen Investoren und auch von uns wirst du hören: mit dem Team steht und fällt ein Start-up. Achte deshalb von Anfang an darauf, dass ihr als Team gut zusammenwachst. Verfolgt ihr die gleiche Vision? Welche Werte sind euch wichtig?
Durch ihren pädagogischen Hintergrund übernimmt Kathi bei uns die Organisation des Teambuildings. An unseren ersten Teamtagen entwickelten wir dabei unsere Unternehmensvision: „Wir ermöglichen der Gesellschaft das Sharing von Energieressourcen um gemeinschaftlich eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.“ Zudem tauschten wir uns über unsere individuellen Ziele bei Discover|e aus und entwickelten grundlegende Teamwerte, die unsere gemeinsame Arbeit prägen.

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Flipchart Wertefindung (Bild: Katharina Schumacher)

3. Arbeitet eure Geschäftsidee aus! 
„Und was willst du dann in deinem Start-up machen?“ – Die Frage nach deiner Geschäftsidee ist dir sicherlich nicht fremd. Aber hält diese auch zehn Minuten Fragen von Investoren aus?  
Wir haben uns zu Beginn zusammengesetzt und Hypothesen zu unserer Idee aufgestellt. Was sind Bedingungen, damit unsere Idee funktioniert? Und welche Hypothesen müssen wir erst noch prüfen? Anschließend setzten wir uns intensiv mit unseren potenziellen Kunden auseinander und entwickelten verschiedene Value Proposition Canvas sowie unser exaktes Geschäftsmodell mit Hilfe des Business Model Canvas. Es gibt viele weitere sinnvolle Methoden wie beispielsweise die SWOT- oder PESTEL- Analyse 
In der Anfangsphase hat sich unser Geschäftsmodell oft verändert bis wir unsere Hypothesen ausreichend geprüft und an die Kundenbedürfnisse angepasst haben. Dies war und ist für uns ein sehr wichtiger Prozess – gerade in der Anfangsphase! 
 

4. Betreibt aktive Customer Discovery! 
Kennst du deine Kunden schon gut genug? Du weißt doch sicher, was deren Problem ist, dass du lösen möchtest, oder? 
Ganz so einfach ist es nicht. Als Gründer solltest du deine Idee nicht im stillen Kämmerlein entwickeln, sondern raus gehen und dich unter die Menschen mischen. Teste und überprüfe deine Idee, so oft du kannst. Wir haben unsere Customer Discovery mit klassischen Umfragen gestartet und interviewten Autohäuser, Elektromobilisten, Messebesucher und viele mehr. Dabei prüften wir immer wieder unser Geschäftsmodell und entwickelten dieses weiter. Ganz nach dem Design-Thinking-Modell können wir so unsere Idee nah an unseren Kundenbedürfnissen entwickeln und sind uns am Ende sicher, dass wir mit unserem Business wirklich ein Problem lösen und es einen Markt für unser Geschäftsmodell gibt. 
 

5. Netzwerken, netzwerkennetzwerken! 
Du hast es sicherlich schon oft gehört. Netzwerken ist das A und O im Start-up Business. Gerade in Karlsruhe finden viele Start-up-Veranstaltungen statt, auf denen du sowohl andere Gründer als auch mögliche Förderprogramme für die Entwicklung deiner Businessidee kennenlernen kannst. Sowohl finanzielle als auch immaterielle Unterstützung kann dich in der Anfangsphase extrem weiterbringen. 
Wir werden sowohl durch das Programm „Herausforderung Unternehmertum“ der Heinz Nixdorf Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft als auch durch das Gründerlabor g-lab gefördert. Im Rahmen des Start-up-Semesters der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft erhalten wir Unterstützung durch Studierende der Hochschule. Die Förderung im Programm Herausforderung Unternehmertum bietet uns zudem ein umfangreiches Seminarprogramm und Coaching sowie eine großzügige finanzielle Förderung unserer Idee. 

 

Wir hoffen dir mit unseren 5 Learnings ein bisschen weitergeholfen zu haben. Die Entwicklung unseres Startups kannst du sowohl über unsere Homepage www.discovere.de als auch über unsere Facebookseite @startupdiscovere verfolgen. 
Du bist neugierig geworden auf unsere Gründungszeit oder hast noch Fragen zum Artikel? Dann melde dich doch gerne bei Kathi Schumacher, kathi.schumacher@discovere.de