Obwohl Tattoos schon lange nicht mehr nur ein Thema für Soldaten und Seemänner sind, ist die Szene noch längst nicht im digitalen 21ten Jahrhundert angekommen. Viele Prozesse laufen nach wie vor analog ab und das Suchen und Finden eines geeigneten Tätowierers fällt vielen immer noch schwer. STYNG hat sich vorgenommen, dies zu ändern und verbindet die Szene mit einer digitalen Plattform.

Laut einer Erhebung der Uni Leipzig von 2017 sind mittlerweile bereits 43% der Millennials in Deutschland tätowiert. Es ist also nicht übertrieben, wenn man sagt, dass Tattoos mittlerweile zu einem festen Bestandteil der westlichen Kultur aufgestiegen sind. Längst vorbei sind die Zeiten, wo Tätowierungen noch mit kriminellen Banden assoziiert wurden und man sie in den meisten Jobs nicht öffentlich zu Schau tragen durfte. Umso verwunderlicher scheint es, dass man bei der Wahl seines Tätowierers heutzutage immer noch weitestgehend auf die Empfehlungen von Bekannten angewiesen ist. Oder – falls man keinen tätowierten Bekannten zur Hand hat – eben kurzer Hand auf die Empfehlung seines Schuhverkäufers.

So kam ich zu meinem ersten Tattoo und das führte schlussendlich dazu, dass ich mich entschloss, gemeinsam mit meinen Mitgründern Florian Geimer und Jonas Winnen (ehemaliger Wirtschaftsingenieurwesen-Student an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft), ein Konzept für eine modernere Tattoo-Szene zu entwerfen. Geboren war die Idee für STYNG: Eine Suchmaschine für Tattoos, welche es Kunden ermöglicht, mit wenigen Klicks die Künstler und Studios in der Umgebung zu vergleichen und zu kontaktieren.

Das Gründerteam von „STYNG“: Jonas Winnen, Felix Marmann und Florian Geimer (v.l.n.r.). Foto: STYNG

Die Anfänge

Gestartet sind wir mit dem Projekt im November 2017 in Mannheim. Damals saßen wir mit unseren Laptops im Wohnzimmer unserer Studentenbude und mussten uns erstmal in Themen wie Design und Programmierung einarbeiten, weil wir alle keine Vorerfahrung in diesen Bereichen hatten. Unsere Unternehmung war dementsprechend zu anfangs noch ein wenig unorganisiert. Irgendwie schafften wir es trotzdem, die Jury aus Investoren beim vierteljährlichen PreLab-Pitch von uns zu überzeugen und so zogen wir im Juni 2018 nach Karlsruhe, um unser neues Büro im CyberLab – dem Accelerator in der Höpfnerburg – zu beziehen.

Interessierte Nutzer bei der Tattoo Convention in Berlin. Foto: STYNG

Die Unterstützung, die wir dort erhalten haben, hat uns dann geholfen, richtig Fahrt aufzunehmen. Mit den Beratern vor Ort konnten wir uns nun endlich Themen wie Unternehmensgründung, Finanzplan, Investorenakquise und vielen mehr widmen. Zusätzlich haben wir erfahrene Mentoren an die Seite gestellt bekommen, die uns in regelmäßigen Gesprächen viele wertvolle Tipps gegeben haben.

Ausblick

Mittlerweile haben wir ein Team von neun Leuten aufgebaut, haben unsere erste Finanzierungsrunde abschließen können und sitzen nicht mehr in der Höpfnerburg, sondern haben ein eigenes, kleines Büro am Karlsruher Marktplatz angemietet. Nach 1,5 Jahren, in denen wir nur im Gründerteam gearbeitet haben, freuen wir uns riesig, jetzt endlich im Team an diesem Projekt arbeiten zu können. Erst vor wenigen Wochen nahmen wir am „Start-up-Crawl“ teil und für das nächste Semester steht auch die Teilnahme am vom G-Lab konzipierten „Start-up-Semester“ im Raum. Im nächsten Jahr werden wir uns außerdem weiterhin auf die Produktentwicklung fokussieren und planen auch bereits eine weitere Finanzierungsrunde.

 

Wenn ihr das Projekt cool findet, könnt ihr euch gerne unter felix@styng.com bei mir melden. Wir freuen uns immer über Feedback, Anmerkungen oder wenn wir jemandem helfen können.

 

Liebe Grüße vom Marktplatz,

Felix und das STYNG-Team

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