Die Hochschule Karlsruhe und das G-Lab mischt die Start-up Szene Bangalores auf

Anfang Juli reiste eine Delegation, zusammengesetzt aus Prof. Dr. Carsten H. Hahn, Prof. Dr. Christian Braun und dem G-Lab der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft nach Bangalore, dem Silicon Valley Indiens.  

Unter dem Projektnamen Transnational Entrepreneurship erforscht das Team unter Leitung von Prof. Dr. Carsten H. Hahn bereits seit längerem die pulsierende Start-Up-Szene vor Ort und evaluiert die vielfältigen Möglichkeiten, die sich durch eine Verbindung der beiden Start-up Szenen Deutschland und Indien ergeben. Im Südwesten Indiens weist die bei Touristen wenig bekannte Stadt Bangalore ein exponentielles Wachstum an Neugründungen auf. Ihre renommierten Business- und Technologieuniversitäten haben die drittgrößte Stadt Indiens zu einem Technologie-Zentrum heranwachsen lassen. Das zeigt auch die Präsenz weltweit führender Unternehmen, welche mit wenigen Ausnahmen, vor Ort vertreten sind.

Das G-Lab Team zu Besuch in Bangalore, Indien (Foto: Roman Kerres)

In einem Pilotprojekt hat das G-Lab im vergangenen Semester bereits erfolgreich die Zusammenarbeit eines indischen Start-Ups mit Studenten an der Hochschule Karlsruhe initiiert. Diese Partnerschaft soll nun ausgebaut werden. Gemeinsam mit einem der größten indischen Inkubatoren, der National Association of Software and Service Companies (NASSCOM) und dem vom Wirtschaftsministerium geförderten deutsch-indischen Start-Up Austauschprogramm (GINSEP) führte das G-Lab-Team einen Workshop für indische Technologie-Start-Up’s durch. Gemeinsam wurden Chancen und Herausforderungen der individuellen Geschäftsmodelle in Bezug auf eine Expansion auf den deutschen bzw. europäischen Markt evaluiert. Das G-Lab erhielt dabei einen wertvollen und tiefen Einblick in die schnell wachsende indische Start-ups Szene in den Bereichen Mobilität, Energie, künstliche Intelligenz und Internet der Dinge. Dabei kristallisierte sich vor allem Eines heraus: Enge Partnerschaften und Zusammenarbeit sind hierbei von entscheidender Bedeutung. Karlsruhe kann im Hinblick auf das vielfältige und gut vernetzte Start-Up-Ökosystem gepaart mit der guten Ausbildung an den Karlsruher Hochschulen punkten. An der Verbindung der Stärken des indischen Start-up Ökosystems mit den des deutschen Systems wird das G-Lab mit diesen Erfahrungen weiterarbeiten.

Networking Event im Anschluss an den Workshop bei der NASSCOM (Foto: Roman Kerres)

Auch im Bereich Lehre wird eine intensivere Vernetzung forciert. Prof. Dr. Christian Braun begleitete das Team als Vertreter der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Studiendekan des Technologie-Entrepreneurship Masterprogramms. Bei Besuchen des Indian Institute of Management Bangalore (IIMB)  und der International Institute of Information Technology Bangalore (IIITB) wurden verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit in die Wege geleitet.

Prof. Dr. Carsten Hahn ermöglichte in seiner Rolle als Direktor der SAP zudem Einsicht in den Bereich Corporate Entrepreneurship (Prof. Hahn ist Inhaber einer Splitting-Professur und ist sowohl als Professor als auch als Mitarbeiter der SAP tätig). Im SAP Startup-Studio, am zweitgrößten SAP-Standort weltweit in Whitefield, Bangalore erhielt die Gruppe exklusive Einblicke in die Zusammenarbeit des Software-Unternehmens mit jungen Unternehmen und dem Umgang mit Gründungsideen aus den Reihen der Mitarbeiter.

Das Hochschul-Team zu Besuch beim SAP Startup Studio in Bangalore (Foto: Carsten Hahn)

Indien als pulsierender und rasant wachsender Markt ist als Partner für Deutschland in vielen Bereichen, nicht nur in der Start-up Szene, interessant und wird in Zukunft nur noch wichtiger. Die unterschiedlichen Mentalitäten und Problemlösungsansätze ergänzen sich basierend auf den ersten Erfahrungen gewinnbringend und bieten Potenzial für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft. Die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft nimmt dabei mit ihren Aktivitäten eine wichtige Leuchtturm-Funktion ein.

Bericht: Roman Kerres

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